Abstehende Ohren besser früh korrigieren lassen

„Segelohren" können heute mit schonenden Verfahren korrigiert werden. Am besten ist es, die abstehenden Ohren in der Kindheit nach weitgehendem Abschluss des Ohrmuschel-Wachstums - noch vor der Einschulung mit etwa 5 Jahren - anlegen zu lassen, damit den Betroffenen Hänseleien in der Schule erspart bleiben. „Etwa jedes 20. Baby kommt mit abstehenden Ohren zur Welt. Bei einigen Kindern normalisiert sich der Abstand der Ohren vom Kopf. Verwachsen sich die „Segelohren" aber nicht, sind die Kinder in vielen Fällen einem enormen psychischen Druck ausgesetzt und werden oft in eine Außenseiterrolle gedrängt. Viele Betroffene tragen bewusst lange Haare oder ständig eine Mütze", erklärt Dr. Wolfgang Hornberger vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

„Sinnvoll ist es daher, bei auffällig abstehenden Ohren bzw. wenn die Ohren mehr als 2 cm vom Kopf abstehen, das Urteil eines Experten einzuholen", empfiehlt Dr. Hornberger. Viele HNO-Ärzte nehmen den Eingriff heute ambulant vor. „Für die Korrektur abstehender Ohren gibt es mehrere Standard-Verfahren. Neben Knorpel-Naht-Techniken gibt es Methoden der Knorpel-Ausdünnung sowie besondere Knorpel-Schnitt-Techniken. Das jeweilig optimale Verfahren hängt vom Alter, von der Art und dem Grad der Fehlstellung ab", erläutert der niedergelassene HNO-Arzt aus dem saarländischen Sulzbach.

Wird die Korrektur der abstehenden Ohren vom erfahrenen HNO-Arzt vorgenommen, stellt das Ergebnis die Betroffenen bzw. ihre Eltern in der Regel dauerhaft zufrieden. Die Übernahme der Kosten sollten Patienten bzw. die Eltern nach dem Beratungsgespräch beim HNO-Arzt noch vor dem Eingriff mit den gesetzlichen Krankenkassen und dem Operateur abklären; meistens wird die Kostenübernahme für die Ohranlegeplastik als plastische Operation von den gesetzlichen Krankenkassen abgelehnt.

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