Bei „Sommergrippe“ nicht vorschnell zu Antibiotika greifen

Auch im Sommer kommt es nicht selten zu Erkältungen, zum Beispiel durch den Wechsel von heißen Außentemperaturen in Räume mit zu kalt eingestellter Klimaanlage. Wenn man an einem grippalen Infekt erkrankt, sollte man nicht auf eigene Faust Antibiotika einnehmen. Denn Antibiotika helfen nur bei Entzündungen, die durch Bakterien hervorgerufen wurden. Gegen Virusinfektionen sind sie machtlos. Antibiotika sollten daher nur nach ärztlicher Verordnung eingesetzt werden. Damit die Bakterien nicht unempfindlich gegen die Mittel werden, sollten Antibiotika zudem unbedingt über den gesamten vom Arzt empfohlenen Zeitraum hinweg in der empfohlenen Dosis eingenommen werden.

Entzündungen der Bronchien (Bronchitis) werden meist durch Viren verursacht. Es gibt jedoch auch Mischinfektionen aus Viren und Bakterien oder Entzündungen, bei denen ein Erreger den anderen ablöst - hier sind Antibiotika dann in einigen Fällen ratsam. Bei grippalen Infekten oder gar einer Infektion mit richtigen Grippe-Viren, den Influenza-Viren, bleiben Antibiotika hingegen wirkungslos. Gegen eine virale Infektion der Atemwege helfen nur spezielle Medikamente - so genannte Virustatika - oder eine vorbeugende Grippe-Impfung. Werden in solchen Fällen trotzdem Antibiotika eingesetzt, kann dies mehr schaden als nutzen. Einige Präparate können Allergien oder Nebenwirkungen wie zum Beispiel Magenprobleme, Durchfall, Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht sowie Nieren- und Leberschädigungen hervorrufen.

Bei länger anhaltenden Atemwegs-Problemen, schlechtem Allgemeinbefinden oder Fieber sollten Betroffene einen HNO-Arzt aufsuchen.

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